Laufband

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 Ebert Ernst 1
 

Geboren:    10.Juni 1906
Gestorben: 21. November 1984

(zusammengestellt aus Berichten von Klaus Timme, Manuela Langner, Rosi Kunkel, Siegwald Friedrich, Regina Hinze, Karen Roloff u.a.)

Kurz nach seinem 14. Geburtstag wurde Ernst Ebert im September 1920 in den Männer-Turn-Verein Gommern aufgenommen. Als erster Turnwart des Vereins ging auch die Idee des Vereinswettkampfes auf Ernst Ebert zurück. 1929 nahmen an der ersten Auflage des von ihm initiierten Vereinswettkampfes 104 Mitglieder des MTV teil. Und auch schon in seinen jungen Jahren war er als Übungsleiter und Wertungsrichter aktiv.
Wie für viele andere auch bedeutete der Zweite Weltkrieg einen tiefen Einschnitt für Ernst Ebert. Erst 1948 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Gemeinsam mit Karl Ölschläger, Hermann Kühne, Rudi Urban und Gerhard Lerche sorgte er dafür, dass im Schützenhaus, dem heutigen Volkshaus, wieder geturnt wurde. Der Anfang war schwer. Nur noch wenige Geräte waren vorhanden. Die Sowjetsoldaten hatten einiges entsorgt, anderes mitgenommen. Ernst Ebert entwarf Gerätetafeln für die einzelnen Riegen. Er war der Anlaufpunkt für viele Kinder und Jugendliche nach dem Krieg, die nach einer Freizeitbeschäftigung suchten. Schon damals hat er integriert.

Anfang der 1950er Jahre wurde, jetzt unter dem Dach der Betriebsportgemeinschaft Aktivist, das kontinuierliche Kinderturnen wiederaufgenommen, das es bereits seit Ende der 1920er Jahre gegeben hatte und das er maßgeblich mit gestaltete. Ernst Ebert bot Sport für interessierte Kinder und Jugendliche an. In den Ferien auch Spiele, Leichtathletik und Wanderungen.
So erwarb er sich schnell den Namen des „Turnvaters von Gommern“.

Die jüngeren Turner nannten ihn respektvoll „Onkel Ernst“.

Er hat jahrzehntelang sein Wissen, Können, Arbeitskraft und Talent in den Dienst des Sports und der Stadt Gommern gestellt. Ernst  Ebert war verheiratet und Vater zweier Töchter.

Ab 1954 gab es die Turn- und Sportfeste. Außerdem entstanden Schul-, Kreis- und Bezirksmeisterschaften. Die Gommeraner beteiligten sich an Vergleichen mit Turnerhochburgen wie Haldensleben, Mansfeld-Hettstedt, Barleben oder Zerbst.

Da wurden Turnübungen gezeigt, die ohne Zutun Ernst Eberts nicht möglich gewesen wären.

Er widmete neben seiner nicht leichten beruflichen Tätigkeit als Bäcker bis zu seinem Tode einen großen Teil seiner Freizeit der Entwicklung des Turnsports in Gommern.

In Anerkennung seiner aktiven Arbeit für den Sport wurde er im Jahr 1974 als Verantwortlicher für den Kinder- und Jugendsport in die Leitung der Betriebssportgemeinschaft „Aktivist Gommern " gewählt.

Für seine hervorragenden Verdienste wurde er mit der Ehrenplakette des Deutschen Turn- und Sportbundes, der Ehrennadel des DTSB in Gold, der Ehrennadel der Betriebssportgemeinschaft Aktivist in Gold und mit dem
Titel „Verdienter Übungsleiter " geehrt..
Außerdem war er Ehrenmitglied des Sportvereins.