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Das Ferien-Camp des SV Eintracht Gommern verzeichnet einen neuen Teilnehmerrekord. Und verschreibt sich dem guten Zweck.

 

Auch wenn Mitte der Woche eine Grippewelle die Reihen lichtete, war das Gommeraner Handball-Camp mit 52 Teilnehmern so gut besucht wie nie. Foto: Björn Richter

Die Teilnehmer am Feriencamp

                              Bild links:„In den Farben getrennt, in der Sache vereint“: Ben Jassmann, Luca Zahn und Paul Milke (v.l.) präsentieren die gesammelten Glückwünsche und das vom SV Eintracht gestiftete SCM-Shirt. Beide soll in den nächsten Tagen dem an Leukämie erkrankten Tyler zu dessen zehnten Geburtstag überreicht werden. Björn Richter

Bild rechts: im Vordergrund stand – na klar – der Handball: Die Camp-Teilnehmer wie Alina Brüchert, die bereits in der weiblichen E-Jugend der JSpG Gommern/Möckern auf Torejagd geht, kamen auf ihre Kosten.

Fotos und Text: Björn Richter

aus Volksstimme vom 11.2.2017
 
 

Tyler Gerson würde mit seinen neun Jahren perfekt zum Gommeraner Handball-Wintercamp passen und sicher auch voll auf seine Kosten kommen. Wenige Tage vor seinem zehnten Geburtstag erhielt der Fünftklässler aus Biere bei Schönebeck jedoch eine niederschmetternde Diagnose: Tyler ist an Leukämie erkrankt. „Über Facebook sind wir auf einen Aufruf des Barleber HC aufmerksam geworden. Es geht darum, Tyler zu seinem Geburtstag am kommenden Montag einfach eine kleine Freude zu machen. Da war für uns sofort klar, dass wir uns im Rahmen unseres Camps beteiligen. Viele unserer Teilnehmer sind ja in seinem Alter“, berichtete Marcel Zitzmann, Abteilungsleiter des SV Eintracht.

Die vier Tage in der Gommeraner Sporthalle am Europagymnasium rückten daher unter das Motto „in den Farben getrennt, in der Sache vereint“. Die klare Botschaft: die Handballer-Familie hält zusammen, auch wenn ihre Mitglieder in unterschiedlichen Vereinen spielen. Am Wochenende will Zitzmann daher ein Shirt der SCM-Bundesliga-Handballer ebenso an Tylers Familie überbringen wie eine Collage, auf der alle Camp-Teilnehmer unterschrieben haben und ihre besten Wünsche übermitteln.

Vor dem ernsten Hintergrund kam in der zurückliegenden Ferienwoche jedoch der Spaß am Handball nicht zu kurz. Vier Tage lang folgte das Wintercamp dem bewährten Ablauf: Vormittags standen einzelne Stationen und Wettkämpfe bereit, die in spielerischer Form die allgemeine Fitness, Motorik und das Gemeinschaftsgefühl stärken. Nach der Mittagspause rückte dann auch der namensgebende Handball in den Mittelpunkt.

Passend zum Großereignis aus dem Januar spielten die Kinder und Jugendlichen eine eigene Mini-WM aus, die an jedem der vier Camptage einen neuen Meister hervorbrachte. Wie an der aktuellen Weltspitze machten die sechs Teams aus Deutschland, Kroatien, Frankreich, Slowenien, Norwegen und Katar den Titelträger unter sich aus. Wurde in den Vorjahren bunt gemischt, traten Jungen und Mädchen diesmal in getrennten Teams an. „Da wir auch drei ganz junge Handballfreunde dabei hatten und diese natürlich auch ins Spiel einbeziehen wollten, haben wir uns für diese Variante entschieden“, so Zitzmann. Knappe Spielverläufe mit wechselnden Siegern gaben dem Team um den Abteilungsleiter und die drei Übungsleiter Pauline Stallmann, Peter Steffke und Stefan Bußmann recht.

Apropos Teilnehmer: Unter allen bisherigen Sommer- und Winter-Camps war die jüngste mit 52 Kindern und Jugendlichen die bestbesuchte. Zitzmann sieht vor allem die gute Nachwuchsarbeit am Landesleistungsstützpunkt der JSpG Gommern/Möckern, für welche die Mehrzahl der Teilnehmer im Wettkampfbetrieb steht, als Hauptgrund für die starke Resonanz. Insbesondere die neugegründete weibliche E-Jugend der Spielgemeinschaft war stark vertreten. „Wir merken jedenfalls, dass unsere Camps gut angenommen werden. Das ist natürlich ein Anreiz, die Arbeit fortzuführen.“